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Montag, 21. Juni 2010

Oh yay, O-kay-ray-kay!*

Kele Okereke - dieser Name macht mir fast so viel Spaß wie Ratatat. Er gehört dem Sänger von Bloc Party, der mit "The Boxer" am 18. Juni sein erstes Soloalbum veröffentlicht hat. Darauf zu hören sind elf großartige Songs, die die verschiedensten Facetten aus Electro, Indie und Pop bedienen. Ein fesselnder Beat mit heftiger Basedrum und Gesang im Drill-Sergeant-Style packen gleich im Opener "Walk Tall". Danach wechseln sich tanzbare Songs mit Balladen ab und langweilig wird es nie. Sollte ich ein paar Adjektive dafür finden, würde ich sagen, das Ganze ist mal sphärisch, hymnisch und erhebend, mal treibend und angenehm dreckig, dann wieder wunderschön melodiös, zart und ab und zu auch etwas pathetisch. Aber pathetisch find ich ja gut. Wie zum Beispiel in "Everything You Wanted", das es mir wirklich angetan hat. Generell gibt's ein bisschen Klimbim, ein paar Synthies, Okerekes ausdrucksstarke und dennoch weiche Stimme, zwei Sängerinnen und dann auch mal einfach herrlich heiteren Indiepoprock wie bei "Unholy Thoughts".

Das Beste: Das komplette Album kann man hier auf Luisterpaal anhören.

Everything You Wanted (Live at the BBC)



On The Lam (Live at Electronic Beats, Köln)



* Zu blöde Wortspiele gibt's bei mir nicht. Nee, echt. Nie.

Montag, 17. Mai 2010

Beatig, melodisch, dreckig, britisch: Audio Bullys

"Got this feeling in my head, it won't go away, no!" So die erste Zeile des Openers des 2003er Debuts der englischen Audio Bullys. Für mich gilt: "Got this sound on my headphones, it won't go away, no!" Denn das Duo Tom Dinsdale und Simon Frank vereint so ziemlich alles, was ich momentan gut finde (wenn ich nicht gerade zum tausendsten Mal verträumt Angus & Julia Stone höre): Treibende Beats, noisige Melodien und ein britischer Akzent, irgendwo zwischen Hip Hop und Elektronik. Ich habe keine Ahnung, warum man ihre Musik als "Hooligan House" bezeichnet, weil House für mich wohl auf immer und ewig die langweilig dahinplätschernde elektronische Musik lahmer BWL-Schnösel sein wird, die nicht richtig abgehen können und stattdessen nur immer mit einem Arm wedeln und dazu "Whooo" machen. (Vorzugsweise imTriple A.) (Diese Leute hören auch fast immer noch "so Charts, RnB und Radio".) (Vielleicht ein Fehler, aber so ist das.) Hooligan trifft es schon eher, denn die Audio Bullys klingen irgendwie dreckig und ab und an schon ein wenig aggressiv. Ein bisschen Stereo MC's, ein bisschen Beastie Boys und dazu etwas aus der Justice-Ecke. Diese Musik muss man einfach laut hören und sich dazu ordentlich bewegen. Ich finde übrigens bislang den Erstling etwas besser als das 2010 veröffentlichte "Higher Than The Eiffel". Hier das Video zu "Snake" (startet so nach 15 Sekunden). Und mein Anspieltipp für MySpace ist "London Dreamer". Twisted Tune :-)!